Karl May hat es wirklich nicht leicht. Er ist 1912 gestorben, und dass er mehr als hundert Jahre nach seinem Tod noch einmal zum Gegenstand einer kulturpolitisch hochbrisanten öffentlichen Kontroverse werden würde, liess sich nun wirklich nicht erwarten. Anfeindungen aller Art hatte er zu Lebzeiten genug auszufechten, und auch sein literarisches Nachleben ist vergiftet von periodisch wiederkehrenden Zänkereien. Dass nun ein Kinderbuchverlag ungefragt öffentlich erklärte, er werde bereits gedruckte Begleitbücher zu einem auf Karl-May-Motiven basierenden Film aus Gründen gesteigerter interkultureller Sensibilität nicht veröffentlichen, ist nur eine weitere Episode in der unendlichen G ...