Der Mann könnte einem schon fast leidtun. Als er vor fünf Jahren das syrische Regime von seinem Vater erbte, war sein Reich ein stolzes arabisches Land. Jetzt ist Baschar Assad ein internationaler Paria. Die US-Regierung hat es auf ihn abgesehen, die Vereinten Nationen wollen ihn herausfordern, und selbst die einstigen Freunde in Riad und Paris haben sich von ihm abgewandt. Auch den Libanon, die syrische Milchkuh, hat Assad verloren, nachdem er seine Soldaten unter internationalem Druck abziehen musste.
Assad ist heute der schwächste Politiker im Nahen Osten. In die Ecke gedrängt, könnte er nicht nur sein Land, sondern die ganze Region destabilisieren. «Er hat schlechte Karten, aber er ...