Vier Jahre und drei Monate sass Urs Tinner eingesperrt in kargen Mauern, während draussen Juristen, Politiker und Journalisten über seine Taten spekulierten, während seinetwegen die Schweizer Regierung die spektakulärste Aktenvernichtung ihrer Geschichte vollzog. Jetzt sitzt er da, konzentriert und angespannt, und bricht erstmals sein Schweigen. Hart sei es gewesen in der langen Gefangenschaft, erzählt er vor der Kamera des «DOK»-Teams. Die letzten Jahre hätten ihm stark zugesetzt.
Die Meinungen wurden während seiner Haft längst gemacht. Für die einen ist er ein Verräter, ein Grosskrimineller, verantwortlich für eines der grössten Verbrechen: die Verbreitung von Atomwaffen an ...