Kann ein Sportereignis ein Land verändern? Vielleicht. Mit Sicherheit kann es helfen, Vorurteile abzubauen – wie in Südafrika, wo die Apartheid zur Ideologie geworden war. Mit ihrer Auflösung und Nelson Mandelas Wahl zum Präsidenten geriet der Staat in eine explosive Situation. Manche befürchteten einen Bürgerkrieg, die Mehrheit glaubte an eine Spaltung des Landes in zwei Staaten, einen schwarzen und einen weissen. Mandela war unter Druck, von beiden Seiten. Der Mann, der dreissig Jahre im Gefängnis sass, brauchte dringend etwas Volksnahes, um über Emotionen Spannungen abzubauen und ein Nationalgefühl aufzubauen.
Eine solche Chance sah Mandela in der Rugby-Weltmeisterschaft, die ...