Machen wir es kurz: Gott sitzt in den Schläfenlappen. Und wenn diese im elektrischen Gewitter eines epileptischen Anfalls wild herumzuckeln, haben Menschen ihre religiösen Visionen und mystischen Erfahrungen. Derart Erleuchtete gründen dann im schlimmsten Fall eine Religion, die sie mit heiligem Eifer verteidigen. Etwa so sieht es zumindest der kanadische Neuropsychologe Michael Persinger von der Laurentian University in Ontario. Und seine Annahme, dass es sich bei religiös-mystischem Erleben um nichts anderes als «selbstinduzierte, kontrollierte Formen epileptischer Mikroanfälle in den Schläfenlappen» handelt, will er durch eigene experimentelle Daten belegt sehen.
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