Nie hat ein anderer Schweizer in einem Schlüsselmoment der europäischen Geschichte eine so zentrale Rolle gespielt wie Jacques Necker. Zu Beginn des Schicksalsjahrs 1789 amtete der Genfer Bankier als Finanzminister am französischen Königshof in Versailles. König Ludwig XVI. hatte den Mann berufen, um die maroden Finanzen des Königreichs zu sanieren. Dies gelang Necker nur beschränkt – Ähnlichkeiten mit der heutigen Situation in Frankreich sind nicht zufällig. Deshalb unterstützte er den König bei der Einberufung der Generalstände in der Hoffnung, diese würden neue Steuern bewilligen. Die Delegierten waren aber dazu nicht bereit. Stattdessen erklärten sie sich zur souver ...