Liebe kann mörderisch sein. Es muss nur einer die Bedingungen geringachten – und der andere sie todernst nehmen. Alle Literatur kennt von jeher das Gesetz. Auch der im deutschsprachigen Raum bislang unbekannte Ungar Miklós Bánffy wusste es als Erzähler hochÂdramatisch einzusetzen: In seinem nach Âeinem Dreivierteljahrhundert wiederentdeckten Romanepos «Die Schrift in Flammen», dem ersten Band einer «Siebenbürger Geschichte», entfaltet er gleich drei grosse Liebesgeschichten, bei denen Gefühl und Gefährdung sich bedrohlich steigern.
Und weil sich die Irrungen und Wirrungen von drei höchst unterschiedlichen Paaren vor dem glanzvoll ausgebreiteten Panorama der unterg ...