Letzte Woche in Kubinka, fünfzig Meilen  vor Moskau. Auf einem riesigen Parkgelände drängt sich Russlands Kriegsgerät der Zukunft. Es glänzen Haubitzen und Geschütze, Fliegerstaffeln donnern über die Köpfe. Armee zum Anfassen für Kind und Kegel. Und mittendrin Präsident Putin, vergnügt promenierend, der zum Volk über Wehrwillen und Kampfkraft in Superlativen spricht. Dann holt er, gutgelaunt und beinahe beiläufig, den Knüppel aus dem Sack und kündigt an: Noch bis Ende des Jahres sollen vierzig neue Interkontinentalraketen für die Atomstreitkräfte bereitgestellt werden. Die Raketen neuen Typs seien fähig, «selbst die technisch cleversten Luftabwehrsysteme zu durchbrechen� ...