Dass ausgerechnet Nils Landgren mit seiner Musik daran erinnert, dass der Jazz in einem trivialen Ambiente entstand und seine Kraft aus der Nähe zu den unterschiedlichsten populären und krud volksmusikalischen Ausdrucksformen gewann, ist nicht ohne Ironie. Geboren 1956, unterzog er sich nämlich für volle sechs Jahre einer klassischen Ausbildung. Dann erst kam er auf den Jazz und zur Erkenntnis, dass die Möglichkeiten des tiefen Horns nirgends so grenzenlos sind wie da.
Aber auch «Jazz» war für Landgren kein orthodox zugemauertes Feld. Zwar spielte er oft und gern in Big Bands (u. a. der von Thad Jones und der des NDR, die er zeitweise leitete), aber seine grössten Erfolge feierte ...