31 Jahre alt, Millimeter-Haarschnitt, nachtblauer Anzug mit dezenten Streifen, Krawatte, modische Brille: ein äusserst eloquenter Herr, gebürtiger Koreaner, als Kind von einem Schweizer Ehepaar adoptiert. Strotzend vor Selbstbewusstsein. Mehr als dreissig Personen und Firmen in Österreich und der Schweiz sind auf diesen Gewinnversprechenden hereingefallen, haben ihm Geld in Hülle und Fülle anvertraut, das er dann verspekulierte oder in die eigene Tasche steckte. Auf dem Briefpapier seiner Treuhandfirma stand «Chicago, New York, Philadelphia, London, Frankfurt, Zürich», in Wahrheit war es eine Firma ohne Geschäftstätigkeit und ohne einbezahltes Aktienkapital, die er für 5000 Dollar ...