Vor rund dreissig Jahren meldete ich mich auf ein Inserat der Offset & Buchdruck AG. Ich sprach mit dem Setzereileiter, der Personalchef empfing mich, danach erklärte sich der damalige Chefkorrektor bereit, meine Ausbildung zum Korrektor zu übernehmen. Ein normales Anstellungsverfahren. Ich erwähne dies deshalb, weil man damals auch auf unkonventionelle Weise Korrektor werden konnte. Kurze Zeit vor meiner Anstellung, so erzählte man mir, habe man so verzweifelt einen Korrektor gesucht, dass der Setzereichef kurzerhand einen Fensterputzer gefragt habe, ob er lesen könne. Er konnte, und schon sass er im Korrektorat, um fortan Texte zu bereinigen, statt Fensterscheiben zu reinigen.
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