Rudolf Elmer sei «kein ganz unschuldiger Mann», schrieb Reporter Constantin Seibt im Tages-Anzeiger vom letzten Samstag, trotzdem sei er «der Modellfall eines Whistleblowers». Figuren wie Elmer seien «nützlich für die Gesellschaft», auch wenn ihre Motive unlauter seien, sie hätten deshalb einen besonderen Schutz verdient. Wer die korrupte Bankenwelt ausmisten will – gemäss einem vielzitierten Bonmot von Bertolt Brecht ist ein Bankraub weniger kriminell als die Gründung einer Bank –, sollte bei der Wahl der Mittel nicht zimperlich sein. Der Zweck heiligt sie.
Diese Meinung ist weit verbreitet, nicht nur in linken ...