Der Fotograf hat es von Anfang an verstanden, die Öffentlichkeit für sich zu interessieren und – so meinen seine Feinde – aus seinen Arbeiten Kapital zu schlagen. Eine Prostituierte vor dem Bundeshaus, Bilder von Nudisten für eine Ausstellung im Hof der schweizerischen Botschaft in Paris, schamloses Blitzen ins Gesicht der glücklosen Bundesrätin Elisabeth Kopp: Die Aufnahmen, mit denen Michael von Graffenried, der Spross aus Berns Patriziat, bekannt geworden ist, haben ihm den Ruf eines Nestbeschmutzers eingebracht.
Dass der 47-Jährige seine Ziele wie ein Enthüllungsjournalist verfolgt, manchmal mit versteckter Kamera arbeitet und der Wirkung seiner Reportagefotografien hin und w ...