Die Definitionen des Jazz füllen Bibliotheken. Alle bleiben im Ungefähren stecken. Das Wort ist eine Hülse, in der Unterschiedlichstes Platz hat. Um den Allgemeinplätzen einen weiteren anzufügen: Jazz, könnte man sagen, ist eine Art, die Welt zu hören – oder doch wenigstens die Musik. Musiken aus Geschichte und Gegenwart. Samuel Blaser, 1981 in La Chaux-de-Fonds geboren, am dortigen Konservatorium ausgebildet, zeitweise wohnhaft in New York und gegenwärtig in Berlin, ist ein bestürzend sprachmächtiger Posaunist, ein Meister aller Facetten seines Instruments zwischen Poesie und Power. Und er ist einer, der sich gern in fernen Musiken spiegelt. Eine seiner Gruppen nennt er Consort ...