Das Wappen derer von Salis zeigt eine Weide (lat. salix), und Jean-Rudolf von Salis, der verstorbene Historiker und Schlossherr auf Brunegg, zitierte gern das zugehörige Motto flexit non frangitur: Sie biegt sich, sie wird nicht gebrochen. Das passte nicht schlecht zum weltmännisch-diplomatischen Gelehrten, trifft aber auch den Wein eines ganz anderen Zweigs der Weide, der Conti Sertoli Salis. Die bewohnen inzwischen wieder den Palast, den Giovanni Salis-Zizers, der Bündner Gouverneur des Veltlins, im 17.?Jahrhundert in Tirano erbaut hatte. (Man gerät ja leicht ins Grübeln: Was wäre, önohistorisch, wenn die Eidgenossen nach den gewonnenen Burgunder-Kriegen die Côte-d’Or annektiert, ...