Alter und Krankheit haben ihren Tribut auch im Ablauf der päpstlichen Tagesroutine gefordert. Vorbei sind die Zeiten, in denen bei Karol Wojtyla schon morgens um fünf Uhr der Wecker klingelte und der Pontifex maximus sich zwei Stunden später zum Gebet in seine Privatkapelle begab. Heute beginnt die erste Messe, die den offiziellen Tag von Johannes Paul II. einläutet, nicht vor acht. Der Vormittag ist dann dem Aktenstudium und im engsten Beraterkreis den Staatsgeschäften des Vatikans gewidmet, bis um elf Uhr die täglichen dicht gedrängten Audienzen beginnen: Regierungschefs, Botschafter, italienische Politiker und andere für Aussenstehende nach oft unergründlichen Kriterien von der K ...