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Justizaffäre

Ein teurer Gast

Weltwoche vom 6. Juli 2006Der Drogenbaron, den Bundesanwalt Valentin Roschacher als Spitzel ins Land holte, war nur in einem Punkt fast unbezahlbar: Sein missratener Einsatz kostete mindestens eine Million Franken. Und nun verheimlichen sich die Behörden sogar gegenseitig wichtige Informationen.
José Manuel Ramos, der kolumbianische Drogenbaron, der Bundesanwalt Valentin Roschacher sein Amt kosten könnte, war in jeder Beziehung ein teurer Spitzel. Auf 300000 Franken kam die Steuerzahler allein sein Lebensunterhalt zu stehen. Das erfuhr die Weltwoche aus verlässlichen Quellen. Da Ramos etwas mehr als anderthalb Jahre in der Schweiz lebte, betrug sein «Monatslohn» demnach gegen 15000 Franken (also fast drei mal so viel, wie ein durchschnittlicher Schweizer Arbeitnehmer kriegt). «Taschengeld» nennen es die Strafverfolgungsbehörden des Bundes amtsintern beschönigend. Bei diesen 300000 Franken handelt es sich – wohlgemerkt – nur um die Lebenshaltungskosten für den mehrfach ...
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