«Wie Lana Del Rey ein Darling der Rechten wurde» – die Überschrift zog mich in den Artikel im Londoner Telegraph wie zwei starke Arme. Weil ich noch nicht wusste, dass die amerikanische Popmusikerin, eigentlich ein Darling von mir, von Republikanern toll gefunden werde. Die Beweisführung ging so: Ihr bald erscheinendes Album heisst «Stove», Ofen, was eine antifeministische Anspielung auf ihr neues Hausfrauenleben sei. Zweitens (sowie letztens, obwohl Journalisten sonst drei Punkte liefern müssen, um eine These zu untermauern): Sie ist seit 2024 verheiratet mit einem Alligator-Tourguide aus Louisiana, zu dem die vormals hippe New Yorkerin – mittlerweile eine tradwife, traditi ...