Das Büro des ungarischen Ministerpräsidenten hat die Ausmasse einer kleineren Bahnhofshalle, einen prachtvollen Blick auf die Donau und ist mit deckenhohen WandÂmalereien geschmückt, die Szenen aus der Geschichte des Landes zeigen. Wenn Viktor Orbán am Schreibtisch sitzt, blicken ihm ÂNationalhelden wie der heilige Stephan oder der Unabhängigkeitskämpfer Lajos Kossuth über die Schulter. Der Premier sieht in ihnen nicht nur eine Verzierung, sondern auch Âeine ÂInspiration: Die Magyaren, sagt er, hätten Europa schon immer gegen den kämpferischen Islam verteidigt. Er setze Âlediglich diese Tradition fort. Und einschüchtern lässt er sich sowieso nicht – weder von seinen Kritike ...