«Lack of charisma can be fatal», steht in einer modernen Versalschrift silbrig glänzend auf dem Heckflügel des Rennwagens, der 1999 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans seine Runden drehte. Die amerikanische Konzeptkünstlerin Jenny Holzer hatte das weisse Hightech-Monster mit zwölf Zylindern zu einer fahrenden Plattform ihrer Sinnsprüche («truisms») gemacht. Damit endete für die Kunst- wie Technikgeschichte zum Ausklang des 20. Jahrhunderts eine Symbiose der Ehrerbietung zwischen Avantgarde- und Ingenieurskunst. Begonnen hatte das 20. Jahrhundert mit der Liebesheirat der technik- und geschwindigkeitsversessenen Futuristen. Seither gab es jede Menge in Sportwagen vernarrte Künstler w ...