Es gibt die Ruhe eines Sonntagmorgens. Es gibt die arktische Stille, und es gibt den Abgang von Hugo Bütler. 21 Jahre Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung. Und niemandem fiel etwas Hübsches, Kluges zum angekündigten Rücktritt ein. Keine Verbeugung. Einfach nichts. Weiter. Der Nächste bitte. Die geballte Ratlosigkeit über Hugo Bütler manifestierte sich darin, dass noch zwanzig Jahre nach seiner Berufung das Erstaunen überwog, dass einer so jung Chefredaktor der NZZ werden konnte. Nur: Wunderkinder mit Stirnglatze entzücken keinen mehr.
Willy Bretscher (1933–1967) positionierte die Zürcher Zeitung als liberales Bollwerk gegen den Totalitarismus von links und rechts. Unter Bretsc ...