Cheryl Benard kann sich über die aktuelle Afghanistan-Berichterstattung nur wundern. «Es werden Gerüchte als Nachrichten verkauft und Schlussfolgerungen getroffen in einer Situation, in der alles noch offen ist», sagt Benard, eine der besten Kennerinnen Afghanistans, die den Konflikt in dem gepeinigten Land seit der sowjetischen Invasion Ende Dezember 1979 verfolgt. Auch wenn die österreichisch-amerikanische Doppelbürgerin vor zehn Jahren das letzte Mal in Kabul war, hat sie nach wie vor beste Kontakte im Land, das derzeit für so schaurige Schlagzeilen sorgt. Von ihren afghanischen Bekannten und Freunden wird sie auf dem Laufenden gehalten, und diese best ...