Ein Treffen mit ihr dauere höchstens eine Stunde, sagte sie am Telefon. So viel habe sie nicht über sich zu erzählen, sie sei ja erst 31. «Frau Vokinger, sind Sie ein Wunderkind?», frage ich sie trotzdem, nachdem sie eben erst im Café am Zürcher Bellevue angekommen ist. Sie schaut weg und lächelt verlegen. «Das ist sehr freundlich von Ihnen.» Nein, als Wunderkind fühle sie sich nicht. Es gebe andere, die Beeindruckenderes geleistet hätten. Wie viel Understatement in dieser Aussage mitschwingt, verraten die Titel, die sie führt: Prof. Dr. iur. et Dr. med. Kerstin Vokinger, LL.M, Rechtsanwältin – und das alles mi ...