Der vom British Medical Journal (BMJ) verursachte Wirbel über das «Erfinden eines Leidens» erinnert an die Lancierung von Viagra vor vier Jahren: Auch damals wurde moniert, für die Vermarktung einer Lifestylepille müsse eine neue «Krankheit» herhalten, die «erektile männliche Dysfunktion»; vulgo Erektionsstörungen. Die wahre Absicht der Industrie aber bestehe darin, gesunden Männern die potenzsteigernde Wunderpille unterzujubeln und auf diese Weise abzusahnen.
Inzwischen sind die Bedenkenträger verstummt. «Viagra hat weltweit Millionen von Männern geholfen, die ein echtes Problem haben», sagt der Zürcher Androloge Christian Sigg, der das Medikament oft verschreibt, vor allem ...