Es kommt vor, dass die Frau, die schon als Mädchen die Welt verändern wollte, in einem Hörsaal in Harvard steht. Ihr gegenüber, in Plastiksitze gequetscht, zehn Minister aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie redet mit ihnen über die Rolle des «Vertrauens» im gesellschaftlichen Leben, erzählt von Feldforschungen, Theorie und Praxis. Und die mächtigen Männer hängen an ihren Lippen, denn sie wissen, dass sie von dieser Schweizerin etwas lernen können.
Iris Bohnet, eine blonde Frau mit sehr offenem Gesicht, versucht, die Scharia, das islamische Gesetz, zu verstehen, weiss durch Aufenthalte in der Golfregion um die gesellschaftlichen Strukturen, die auf dem Clan-Gedanken und ei ...