Lange hat es gedauert. Lange, bis die Grande Dame des Schweizer Journalismus im öffentlichen Bewusstsein ihren Platz erobert hat. 1999 ein erster Versuch, da war die Wyss bereits 86 Jahre alt, DRS-3-Redaktor Ernst Buchmüller widmete ihr ein filmisches Porträt, Âunvergessen! Man sieht darin die Protagonistin an der französischen Atlantikküste über ihre geliebten Dünen wandern, dann bleibt sie auf einem Kamm stehen, die Kamera mit ihr, und beide – nein, alle drei, die Zuschauerin steht ja mit am Meer – blicken in die endlos scheinende Weite: Wo sie ist, ist der Horizont offen. Laure Wyss hat mehr als einer Generation von Frauen vorgelebt, wie zu neuen Horizonten aufzubrechen und wi ...