Wir stecken in Yangons Stossverkehr, und Thant Myint-U beschwört ein goldenes Zeitalter. Der hervorragende myanmarische Historiker, Akademiker und ehemalige Uno-Vertreter hat einen Grossteil der letzten zwei Jahre damit verbracht, die spektakulären Architekturdenkmäler der Stadt zu retten. Vom Stau gebremst, bewegen wir uns langsam durch das alte koloniale Herz der einst Rangun genannten Stadt und können uns dadurch deren einstigen Glanz vor Augen führen. Auch wenn man sich dies nach fast fünfzig Jahren politischer Isolation Myanmars nur mit Mühe vorstellen kann: Rangun war einst ein südostasiatisches Juwel des britischen Empire.
In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts entst ...