In längst versunkenen Zeiten erlebte ein Land eine Filmblüte, von dem man höchstens Puppenfilme kannte: die Tschechoslowakei. Anfang der sechziger Jahre, im Zuge einer langsamen Liberalisierung, ergriffen enthusiastische Abgänger der Prager Filmschule FAMU die Chance, sich vom akademischen Missmut doktrinärer Filmemacherei zu befreien, und entfesselten eine Kreativität, die Vergleiche mit der französischen Nouvelle Vague nicht zu scheuen brauchte. Jungspunde wie MiloÅ¡ Forman, Jiřà Menzel, Jan Němec waren in aller Munde – bis sowjetische Panzer 1968 den «Prager Frühling» niederwalzten.
«Es war 1961», schreibt Miloš Forman in seiner «Rückblende», «Chruschtschows ...