Die Wünsche der SVP an die übrigen Bundesparlamentarier liegen offen auf dem Tisch: Erstens müsst ihr Christoph Blocher wählen, zweitens einen offiziellen Kandidaten der FDP für die Villiger-Nachfolge. Und drittens seid ihr natürlich frei, denjenigen Minister der CVP abzuwählen, der euch etwas weniger passt (Joseph Deiss oder Ruth Metzler).
Diese Art Disziplinierung von National- und Ständeräten ist neu für Bundesbern – und den dortigen Sitten fremd. Bisher fühlten sich die einzelnen Abgeordneten unabhängig genug, ihre Kandidaten eigens auszuwählen. Seit dem Start zur Zauberformel 1959 wurden in Bundesratswahlen immerhin acht Personen bestimmt, ohne dass diese offizielle Kandi ...