Um ein neues Kongresszentrum am See, über das die Zürcher Stimmberechtigten am kommenden Wochenende ein erstes Mal abstimmen, schwelt eine Querele zwischen Bewahrern und Modernen, die von überregionalem Interesse ist, weil sich dabei merkwürdigste politische und kulturelle Frontenwechsel zeigen. Letztlich geht es um die Frage, warum sich Herausragendes in der grössten Schweizer Stadt so schwer bauen lässt. In aller Welt gilt Zürich als attraktiver Ort, aber architektonisch bleibt wenig haften, vielleicht die ETH von Semper und der Hauptbahnhof, und dieser auch nur, weil er in der Regel das letzte markante Bauwerk ist, worin sich die Touristen aufhalten.
Man glaubt es kaum, seit der L ...