Ich neige ja zum Lob des Gewöhnlichen. Wie eröffnete mir einst der verstorbene grosse Koch Hans Stucki über eine Bratwurst hinweg in vollendeter Bewusstseinsspaltung: «Meinst du denn, ich könnte jeden Tag beim Stucki essen?» So viel zum Einerseits. Anderseits ist es schon so, dass ich allen mit der Materie befassten Göttern für die Fortschritte danke, welche die Weinmacher in den letzten zwanzig Jahren erzielt haben. Der Schreck sitzt tief, wenn ich an die amphorenförmigen grünen Vernaccia-Flaschen mit der Schriftrolle am Hals denke, mit welchen Grossproduzent Fazi Battaglia ab 1960 WGs und Billig-Pizzerias mit dem weissen Pendant zum Baströckli-Chianti versorgte. In der Folge sor ...