Das waren Zeiten, als der einheimische Film «verdrossen» gescholten wurde; oder «unterkühlt» und «fantasiearm». Es ist Jahre her. Heute präsentiert er sich selbstbewusst, agil, ohne das Publikum zu ignorieren, das ihn erst zum Blühen bringt.
Auf dem Gebiet des Dokumentarischen litt der Schweizer Film nie an Sichtbeschränkung; innerhab dieses Genres darf man sich heuer auf Richard Dindos «Wer war Kafka?» freuen. Aber eben – beim Spielfilm verkapselte er sich im Elfenbeinturm puristischer Bildlyrik. Er ignorierte die «Leute». Sicher, er wollte Störenfried sein. Das aber funktioniert ef- fektvoll nur, wenn Produzenten, Regisseure und Autoren gleichzeitig daran arbeiten, eine ve ...