Was er macht sei «ein Symptom hirnloser Leidenschaft für das Neue», schrieb vor fast vierzig Jahren ein Kritiker über Donald Judd und prophezeite, die Arbeiten des Amerikaners würden dereinst die Dachböden noch ungeborener Generationen füllen. Wenn das Kunstmuseum Basel ein Dachboden ist, dann (und nur dann) hat der Herr Recht behalten. Dort ist zurzeit eine Retrospektive des 1993 mit nur 65 Jahren verstorbenen Künstlers zu sehen. Die Ausstellung, die zuvor in London (Tate Modern) und Düsseldorf (Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen) zu bewundern war, ist einer der Höhepunkte der Saison. Sie würdigt einen Mann, der mittlerweile so unverzichtbar zum klassischen Kanon gehört, dass man ...