Ich habe einen Traum. Hunderte anderer Leute haben ihn leider auch: Alle wollen wir an diesem nasskalten Morgen ins Tessin, wo es warm ist und die Sonne scheint. Das ist kein Zug, das ist ein Platzangstgenerator, fährt mir im pumpenvollen Bahnwaggon durch den Kopf. In Locarno dann Gedrängel vor dem Bus ins Maggiatal. Ich bin – zähneknirsch – zum Herdentier degradiert.
In Maggia wird mir meine Individualität zurückerstattet, indem ich als einer von wenigen Passagieren aussteige. Die Bergsteiger mit ihren Seilen und Pickeln wollen offenbar alle zu irgendeiner dumpfen Felswand weiter hinten im Tal. Und die Spaziergänger dürften aus Bequemlichkeit sitzen geblieben sein. Fuchtelten zwa ...