Im Wesentlichen sind es zwei Rituale, die mein Leben ordnend ummanteln. Das eine ist abends der Rotwein, das Sitzen am Tisch, das Rauschen der Gedanken und der Versuch, den einen oder andern im Notizheft festzuhalten. Das andere ist morgens.
Ich werde unverzüglich irritiert und leise aggressiv, wenn die Rituale gestört werden. Vor allem morgens. Möglichst keine gesprochenen Worte, vor allem keine Unruhe. Ich stehe auf, watschle ins Bad, ziehe den Morgenmantel an, gehe in die Küche, werfe den Espressokocher an, blicke aus dem Fenster in den wach werdenden Tag, schenke mir einen Espresso ein, nehme eine Zigarette und setze mich raus unter den freien Himmel, höre das Summen der ...