Wer alles kann, hat nichts zu sagen. Nichts jedenfalls, was in unserem Gedächtnis haften bliebe. Aaron Diehl, der 1985 geborene Pianist, ist der Mann, um uns an diesem Gemeinplatz zweifeln zu lassen. Er entschloss sich früh, ein Jazzpianist zu sein, gewann als Teenager am Lincoln Center den Wettbewerb «Essentially Ellington» und wurde von Wynton Marsalis anschliessend für eine Europatournee engagiert. Dann studierte er (schon das ein bezeichnender Spagat) fast gleichzeitig an der Julliard School bei Eric Reed und Kenny Barron, dem herausragendsten Statthalter der essenziellen Pianotradition im Jazz, und andererseits bei der klassischen Virtuosin Oxana Yablonskaya. ...