«Wie kriege ich denn Asyl in der Schweiz?», fragt Dalil, ein junger Kurde aus Syrien. Der Mann, Mitte zwanzig, gebildet, spricht perfekt Englisch und schlägt sich als Journalist in der nordirakischen Stadt Dohuk durchs Leben. Dalil hat zwei Probleme: Weil er sich in Blogeinträgen im Internet bei der kurdischen Arbeiterpartei PKK unbeliebt gemacht hat, kann er nicht mehr in die kurdischen Siedlungsgebiete seiner syrischen Heimat zurück. Dalil vermisst seine Eltern, die noch dort leben. Und er hätte gerne eine Freundin, am liebsten eine aus dem Westen. «Bei uns Kurden läuft alles traditionell, du kannst nicht einfach Sex mit einer Frau haben wie bei euch in Europa», erklärt er und fr ...