Maestra Lisitsa, darf ich Ihre Hände sehen?
Voilà !
Sie sind schmal und kräftig, muskulös Âwürde ich sogar sagen.
Ja, besonders die Daumen, ich nenne sie «meine kleinen Schwarzeneggers». Heute sind die Hände für mich bloss Werkzeuge, wie die Pinsel für einen Maler. Als Kind hingegen sah ich das alles noch viel romantischer. Damals waren die Finger meine Pferde, ich hüpfte und sprang mit ihnen. Wie jedes Mädchen träumte ich vom Reiten, aber weil ich Klavier spielte, hat man es mir verboten. Das Schlimmste war: Meine Lehrerin versuchte mich auszutricksen. Sie sagte: «Wenn du dieses extrem schwierige Stück spielen lernst, nehme ich dich mit zum Dressurreiten.» Sie hat mich an ...