Gerade noch im letzten Moment steigt eine dicke Frau mit einem belegten Brot in der Hand in den Bus: Fatma. «Was bist du in dieser Herrgottsfrühe schon unterwegs?», frage ich. «Beerdigung», sagt sie und kämpft sich durch den übervollen Bus nach vorne. «Mein Chef ist gestorben. Herzversagen. Ich will ihm adieu sagen.» - «Im Minirock?» - «Er ist immerhin schwarz. Und an so einer Beerdigung lungert bestimmt etwas Nettes herum, das man sich zur Brust nehmen kann.» Die Männer im Bus versenken die Köpfe in den Zeitungen, um nicht der Auserwählte zu sein.
Seit ihrer Trennung von Hubert ist Fatma wieder dort angelangt, wo sie alle paar Jahre steht: bei der erfolglosen Suche nach ein ...