Man muss wohl Basler sein, um den «braunen» Teil der «Kunsthalle» zu lieben. Düster ist es wie in einem osteuropäischen Bierkeller, und Gigi Oeri hätte keine Chance aufzufallen. Dort leuchtete mir erstmals ein, was der ehemalige Theaterdirektor Michael Schindhelm gemeint hatte, als er die Schweiz als eine Art gelungene DDR bezeichnete. In der «Kunsthalle» herrscht ein geradezu unheimlicher Sozialfriede, denn neben der von antielitären Stadt- und Lebenskünstlern bevorzugten braunen Höhle gibt es einen gediegenen «weissen» Teil mit ebensolchen Tischtüchern, frequentiert von Edelbesuchern wie Gerhard Schröder oder Don King sowie dem sich stets ziemlich al dente verhaltenden einh ...