Im «Café de la Mairie» an der Place Saint-Sulpice in Paris hängt ein seltsames Schild, darauf steht: «Plac G org s P r c». Es ist eine Hommage des Künstlers Christophe Verdon an den bedeutenden Schriftsteller und Filmemacher Georges Perec (1936–1982), der unter anderem hier geschrieben hat. Das E fehlt mit gutem Grund. Perec, Mitglied der Autorengruppe Oulipo (Ouvroir de littérature potentielle – Werkstatt für potenzielle Literatur), hat den lipogrammatischen Roman «La disparition» verfasst, in dem er konsequent auf den Vokal e verzichtete. Entsetzenerregend (mit 6 e!) werden viele einen e-losen Roman finden, handelt es sich doch im Französischen wie im Deutschen um den ...