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Die Weltwoche

Elisabeth Kopp
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Tagebuch

Elisabeth Kopp

Urgrossmutters Stubenwagen, ein harmonisches Ehemaligentreffen und endlich wieder eine «normale» Bundesratswahl. Trotz allem: Nein, ich möchte das Rad nicht zurückdrehen.
Draussen ist es grau und neblig. Ein typischer Novembertag. Unsern Hund stört das kaum. Mich auch nicht. Irgendwie geniesse ich die Atmosphäre, trotz ihrer Melancholie – oder vielleicht wegen ihr? Das letzte Laub liegt am Boden, die Strukturen der alten Bäume werden deutlich sichtbar. Ich finde sie so interessanter. Ein Eichhörnchen huscht einem Ast entlang, springt elegant auf den nächsten... Am Mittag kommt unsere Tochter vorbei. «Nur kurz», dämpft sie meine Freude. Als berufstätige Mutter mit drei Kindern hat sie verständlicherweise nicht viel Zeit. Habe ich damals, geht es mir durch den Kopf, als ich im Alter unserer Tochter war, meine Mutter nicht zu sehr vernachlässigt? Ge ...
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