Blick-Chefredaktor Werner De Schepper, dessen Editorials sich lesen, als seien sie nicht für den Blick, sondern für die Schweizer Familie geschrieben, ist zurückgetreten. Das ist ein weiterer Markstein auf dem Weg nach unten, den die rapid alternde Schweizer Boulevardtante beschreitet. Es fehlt ihr so ziemlich alles, was eine gutgemachte Boulevardzeitung auszeichnet. Vor allem ist der Blick kein Newspaper mehr. Er ist ein Sammelsurium von Preisausschreiben, von People-Allotria und einer Politik, die mit Linkspopulismus eidgenössische Neidkultur umsetzt.
Das Problem des Blicks ist, dass er nicht nach den bewährten Regeln des Boulevardjournalismus gemacht wird, sondern nach dem Gusto der ...