Radioaktive Abfälle werden als Bürde für künftige Generationen erachtet. Eigentlich aber sind sie kostbare Überreste. Diesen Blickwinkel wählte 2008 der Energiespezialist Edwin D. Sayre in einer Studie, die von einer Stelle der US-Regierung in Auftrag gegeben worden war. Sayre listete dabei auf, welche Wertstoffe in einer Tonne abgebranntem Kernmaterial enthalten sind. Bei diesen Stoffen handelt es sich um strahlende Rohstoffe wie Uran, aber auch um nichtstrahlende wie Rhodium und Ruthenium. Anhand der Katalogpreise errechnete er einen Wert von über 650 000 Dollar. Hochgerechnet auf ein grosses Kernkraftwerk von einer Gigawatt Leistung (entspricht etwa dem AKW Gösgen), ergabe ...