Im Titel seiner jüngsten Veröffentlichung, vier im Oktober 1996 in Modena, Ferrara, Turin und Genua aufgenommener Piano-Rezitals, bietet Keith Jarrett, der selbst namentlich seine Solokunst immer gern in einem sakralen Zusammenhang sah, gleich eine Mehrzahl von Engeln auf: «A Multitude of Angels», Schutzengel zumeist, die seine fragile, spontane Improvisation, eigentliche musikalische Schöpfungsgeschichten aus dem Nichts, vor Bedrohungen mancher Art beschützt hätten, wie er selbst in den liner notes zu dieser Vier-CD-Box schreibt. Während dieser nur durch eine Pause unterbrochenen Sololäufe (nachher wurden seine Solokonzerte kleinteiliger), der letzten mit dem grossen ...