Das erste Stück der CD liesse sich wie Programmmusik hören, eine Art zeitgenössische Parodie auf Beethovens «Pastorale» etwa, oder andere Beiträge zum Thema «Der Held und sein Wetter». Oder aber anders: Es liessen sich unendlich viele Geschichten in diese Musik hineinerfinden, was wiederum das Gegenteil wäre von Programmmusik. Programmmusik illustriert einen aussermusikalischen Sachverhalt. Was Sylvie Courvoisier, die 39-jährige Pianistin aus Lausanne, komponiert und spielt, illustriert keine Geschichten, es provoziert sie. «Texturologie», eine über zwanzigminütige Eröffnung, hebt an in serenstem Pianissimo, schlägt dann um in ein gewaltsames, ja chaotisch tobendes Mittelstü ...