Zuletzt, vor zwei Jahren, hat Philip Roth ihn bekommen, der grosse amerikanische Romancier, der von der schwedischen Nobelpreisakademie seit Jahrzehnten so schmählich ignoriert wird. In diesem Jahr zählte auch ÂPeter Stamm zum Kreis der Anwärter auf den angesehenen Man Booker International, und selbst wenn er die Auszeichnung, die am Mittwoch nach Redaktionsschluss in London vergeben wurde, nicht erhalten haben sollte, ist doch allein schon die Nominierung eine enorme Auszeichnung für den Schweizer Schriftsteller. Denn unter den bislang sechzig Autoren aus aller Welt, die seit 2005 für den alle zwei Jahre vergebenen Preis nominiert waren, fand sich bislang nur ein einziger deutschsprac ...