Da gründet einer eine Zeitung. Es ist 1955. Er nennt sie Gemeinde-Anzeiger, und eins will er auf keinen Fall machen, obwohl der Vater ein strenger Gewerkschafter ist: «eine politische Zeitung». Theophil Maag wird sein Versprechen nicht halten. 56 Jahre lang leitet er sein Blatt als patronaler Verleger und zeitweiliger Über-Chefredaktor. Etwa alle vier Jahre muss er um seine Existenz kämpfen, weil er ein unabhängiger Querkopf ist und sich bei den Rechten wie bei den Linken in seiner Gemeinde vorsätzlich unbeliebt macht. Die Einzigen, die zu ihm halten, sind seine Leserinnen und Leser sowie ein treuer Stamm von Anzeigenkunden.
Der Mann lebt nur für seinen Kleinbetrieb. Er heiratet spä ...