An einem Wochenende in den Bergen las ich mich wieder einmal in die Memoiren Winston Churchills ein. Ich gebe zu, dass ich das Buch nicht zur Selbststilisierung, sondern nur deshalb mitnahm, weil ich mich für kein anderes entscheiden konnte. So begann ich zuerst zu blättern, dann zu lesen.
Es ist unfassbar, wenn man sich das Ausmass der kollektiven Verblendung vor Augen führt, die vor dem Zweiten Weltkrieg die Politik befiel und die von Churchill auch rückblickend scharf kritisiert wird. Es scheint so, als ob sich während der dreissiger Jahre die führenden Staatsmänner darauf geeinigt hätten, die Welt mit einer rosaroten Wunderkerze zu beleuchten, ehrlich wohlmeinend, ums Gute bem ...