Und wieder zieht Botho Strauss uns mit in diesem eigenartigen Formulierungsstrom, der sich spielerisch voranschlängelt und auf seiner Oberfläche minutiöse Beobachtungen, gestanzte Sentenzen, Aphorismen, Reflexionsfrachtgut und auch ein paar Zufallstreffer mit sich führt. Der Schriftsteller knüpft mit dieser Erzählstrategie des Zusammenfügens scheinbar amorpher Fundstücke an frühere Bücher an: Sein neuer Prosaband «Der Untenstehende auf Zehenspitzen» lässt an «Paare. Passanten» (1981) denken, in dem er mit grimmiger Präzision die Entzweiung und Versöhnung von Paaren sezierte, aber auch an «Wohnen Dämmern Lügen» (1994) und an «Das Partikular» (2000). Strauss selbst spric ...